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Beratungsstelle Extremismus –titelbild
Fortbildungsangebote für MultiplikatorInnen aus der steirischen Offenen Jugendarbeit

Das Thema Extremismus hat Konjunktur, vor allem auch in den Medien. Vordergründig geschieht das in Bezug auf junge Männer, meist mit, öfter auch ohne Migrationshintergrund, die „sich radikalisiert“ haben oder auch „radikalisiert wurden“ – je nach Interpretation – und bereit sind, für ihre Ideologie/Religion Gewalt auszuüben. Schon länger berichten Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit (vor allem in Ballungszentren) von einer Zunahme der Bedeutung von Religion, einseitig-polarisierender Ideologie und steigendem Antisemitismus, Homophobie und abwertendem Verhalten gegenüber Mädchen und Frauen, aber auch schlichtweg gegenüber jeglichen Andersdenkenden. (vgl. POSITIONSPAPIER, Offene Jugendarbeit in Österreich und Extremismus). Die Fortbildungsangebote der Beratungsstelle Extremismus für MultiplikatorInnen der steirischen Offenen Jugendarbeit bieten intersektionale Zugänge der Jugend- bzw. Gewaltpräventionsarbeit und setzen sich mit multiplen Zugehörigkeiten (bspw. Gender, Migration, Milieu) auseinander, mit dem Ziel, komplexe jugendliche Lebenswelten besser erfassen und ihnen adäquater begegnen zu können.

Rolle der Offenen Jugendarbeit
Eine Kernkompetenz der Offenen Jugendarbeit ist es, Jugendliche zu begleiten und ihnen – als dritte Sozialisationsinstanz neben Familie und Schule – Ressourcen zur Verfügung zu stellen bzw. Kompetenzen zu vermitteln. Dies tut sie tagtäglich in Einrichtungen sowie in mobiler Form – in Beratungs- ebenso wie in Projektsettings, indem sie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Werten und Normen initiiert und begleitet und dabei zugleich
– selbst klare Haltungen und Grenzen vermittelt,
– soziale Netzwerke organisiert und begleitet,
– den Erwerb von (Sozial-) Kompetenzen fördert,
– Zugehörigkeits- und Anerkennungserfahrungen ermöglicht sowie
– interkulturelle Begegnungen und Partizipationskompetenzen fördert.

Offene Jugendarbeit thematisiert soziale sowie strukturelle Integration, Teilhabe und Chancengleichheit. Die Arbeitsprinzipien Freiwilligkeit, Vertraulichkeit, Parteilichkeit und akzeptierende Grundhaltung lassen Begleitung, Beziehungsaufbau und kritische Auseinandersetzung zu. Die Rolle der Offenen Jugendarbeit definiert sich hier durch die Kenntnis von Lebenswirklichkeiten marginalisierter Jugendlicher sowie durch die vielfältigen Beziehungen in Sozialräumen von Jungen und Mädchen.
Die Lebenswelten junger Menschen sind vielfältig und komplex. Der Wunsch nach sozialer Anerkennung, Erfahrungen der Diskriminierung sowie die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen sozialen Gruppen prägen die soziale Wirklichkeit Jugendlicher. Eindimensionale Methoden und Konzepte sind nicht geeignet, diese Lebenswelten zu begreifen.
-> Alle Informationen

Anfragen bezüglich der Fortbildungsangebote für MultiplikatorInnen der steirischen Offenen Jugendarbeit an
Beratungsstelle Extremismus:
Telefon: 0800/20 20 44
E-Mail: office@beratungsstelleextremismus.at
www.beratungsstelleextremismus.at

Die Fortbildungsangebote sind kostenlos und werden vom Bundesministerium für Familien und Jugend gefördert!

 

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