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Stärkung von Offen Jugendarbeit in der Kommunalpolitikjugendarbeit-als-kommunale-ressource_large
Die Offene Jugendarbeit richtet sich nicht mehr nur unmittelbar an die Jugendlichen selbst, sondern muss fix verankert in Planungs- und Abstimmungsprozesse der kommunalen politischen Ebenen agieren. Da in diesen Gremien nicht sozialpädagogische Fachkräften sitzen, ist eine „Übersetzung“ der Anliegen von Jugendlichen durch ExpertInnen unbedingt notwendig. Dies kann sich beispielsweise als offensive Interessensvertretung junger Menschen innerhalb der Kommune oder durch die fachliche Begleitung eines Jugendgremiums durch die Offene Jugendarbeit ausdrücken. Kommunale Jugendarbeit basiert grundsätzlich auf der Annahme, dass Jugendliche und junge Erwachsene entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer konkreten Lebenslagen „Räume“ und Möglichkeiten in den Kommunen vorfinden, wo sie ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen oder zumindest mitgestalten können. Gemeinsam mit der A6 – Fachabteilung Gesellschaft wird 2016 verstärk versucht werden, die Verankerung von Kommunaler Offener Jugendarbeit als unabdingbarer Bestandteil öffentlicher Infrastruktur voranzutreiben.

(Offene) Jugendarbeit in Gemeinden: eine Umfrage von bOJA – Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit und dem Österreichischen Gemeindebund zum Jahr der Jugendarbeit 2016. -> Download

Flucht und Asyl/ globale Migration und Offene Jugendarbeit
Migration und Flucht sind keine neuen Phänomene, aber vor dem Hintergrund von Kriegen und Konflikten, wie in Syrien oder der Bedrohung durch terroristische Organisationen sehen sich überdurchschnittlich viele Menschen dazu gezwungen ihre Heimat auch in Richtung Europa zu verlassen und sich auf die Suche nach einem sicheren Lebensumfeld zu machen.
Auch die Offene Jugendarbeit, die allen Jugendlichen unabhängig von Geschlecht, Konvention oder Herkunft offen steht, bemerkt diese aktuellen Entwicklungen und beschäftigt sich auf unterschiedliche Art und Weise mit den Themen Flucht und Asyl und reagiert auf die aktuellen Bedarfslagen. -> Infos

Jugend- und Soziokulturarbeit
Jugend- und Soziokulturarbeit verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Lebensbewältigung der Jugendlichen zu leisten, indem sie sich auf deren Lebenswelten und den Eigensinn ihrer kulturellen Ausdrucksformen einlässt. Jugend- und Soziokulturarbeit ist grundsätzlich zieloffen. Die Jugendlichen entscheiden selbst, welche Musik sie spielen, welche Veranstaltungen sie organisieren und welche Ziele sie damit verfolgen, ob sie an einem kunstpädagogischen Workshop teilnehmen oder welche Themen sie in einem Theaterprojekt erarbeiten. Jugend- und Soziokulturarbeit bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe insbesondere mit Bezug auf jugendliche Lebenswelten und die jeweils aktuellen jugendkulturellen Szenen. Gemeinsam mit der A6 – Fachabteilung Gesellschaft werden im Rahmen des Schwerpunkts Jugend- und Soziokulturarbeit Fördermittel zur Umsetzung von Projekten in der Steiermark bereitgestellt und begleitet werden.

Schnittstellen zu Beschäftigung und Bildung über die Jugendarbeit
Die Phase des Übergangs von Schule zur Berufsausbildung und weiter zum Beruf ist für Jugendliche und junge Erwachsene zu einer äußerst schwierigen Herausforderung geworden. Gründe dafür sind vielfältig und komplex. Mit dem Strukturwandel der Arbeitsgesellschaft und den krisenhaften Wirtschaftsentwicklungen der letzten Jahre ist – trotz demographischer Veränderungen – in letzter Zeit die Problematik von jungen Menschen, mit den bisher üblichen Unterstützungsmaßnahmen in ein Arbeitsverhältnis zu gelangen, offensichtlich geworden. Das klassische Ausbildungssystem scheitert zunehmend an den Bedürfnissen heutiger Jugendlicher und die institutionellen Strukturen werden brüchig (Drop-Out Quoten).
Gemeinsam mit der A6 – Fachabteilung Gesellschaft werden tragfähige Konzepte, Projekte und Kooperationen entwickelt oder verknüpft, die Schnittstellen und Übergänge bei Jugendlichen im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit inkludieren!

Zielgruppensteuerung in der Offenen Jugendarbeit
Die Detailauswertung der Daten aus der Dokumentationsdatenbank eröffnet die Möglichkeit, ein umfassendes und detailgenaues Abbild des Arbeitsfelds Offene Jugendarbeit zu erstellen. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen sowie auf den Ergebnissen der bisherigen Qualitätsdialoge aufbauend zeigt sich deutlich die Notwendigkeit, sich in Zukunft vermehrt dem Thema Zielgruppensteuerung zu widmen, um so zu einem Zielgruppenbewusstsein zu gelangen, das eine unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung der Gleichstellungscharta des Landes Steiermark im Bereich der Offenen Jugendarbeit darstellt. Denn erst wenn man weiß, mit welchen Angebotsformen welche Gruppen von Jugendlichen eher oder eher nicht erreicht werden, ist es möglich, die Angebotslandschaft so zu gestalten, dass grundsätzlich alle Jugendlichen einen Zugang zu den Angeboten der Offenen Jugendarbeit finden können.

Kooperation Qualitätsentwicklung Offene Jugendarbeit Österreich
Das Bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA) organisierte im Rahmen eines Erasmus+ -Projekts zwischen 2014 und 2016 die Entwicklung eines mehrdimensionalen Instrumentariums zur Bewertung der Qualität von Offener Jugendarbeit in Österreich und in Südtirol. In diesem Projekt wurde – aufbauend auf bereits bestehenden Erfahrungen und Verfahrensweisen – neben einer österreichweit einheitlichen Dokumentationsdatenbank auch ein österreichisches Modell Qualitätsdialog entwickelt. Der Steirische Dachverband der Offenen Jugendarbeit, der auch bisher bereits intensiv mit bOJA zusammengearbeitet hat, wurde vom bOJA-Vorstand eingeladen, sein in der steiermärkischen Qualitätsoffensive erworbenes Know-How in dieses Projekt einzubringen.

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