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Stärkung von Offener Jugendarbeit in der Kommunalpolitik
Die Offene Jugendarbeit richtet sich nicht mehr nur unmittelbar an die Jugendlichen selbst, sondern muss fix verankert in Planungs- und Abstimmungsprozesse der kommunalen politischen Ebenen agieren. Da in diesen Gremien nicht sozialpädagogische Fachkräften sitzen, ist eine „Übersetzung“ der Anliegen von Jugendlichen durch ExpertInnen unbedingt notwendig. Dies kann sich beispielsweise als offensive Interessensvertretung junger Menschen innerhalb der Kommune oder durch die fachliche Begleitung eines Jugendgremiums durch die Offene Jugendarbeit ausdrücken. Kommunale Jugendarbeit basiert grundsätzlich auf der Annahme, dass Jugendliche und junge Erwachsene entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer konkreten Lebenslagen „Räume“ und Möglichkeiten in den Kommunen vorfinden, wo sie ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen oder zumindest mitgestalten können. Gemeinsam mit der A6 – Fachabteilung Gesellschaft wird verstärk versucht, die Verankerung von Kommunaler Offener Jugendarbeit als unabdingbarer Bestandteil öffentlicher Infrastruktur voranzutreiben.


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(Offene) Jugendarbeit in Gemeinden: eine Umfrage von bOJA – Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit und dem Österreichischen Gemeindebund zum Jahr der Jugendarbeit 2016. -> Download

Jugend- und Soziokulturarbeit
Jugend- und Soziokulturarbeit verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Lebensbewältigung der Jugendlichen zu leisten, indem sie sich auf deren Lebenswelten und den Eigensinn ihrer kulturellen Ausdrucksformen einlässt. Jugend- und Soziokulturarbeit ist grundsätzlich zieloffen. Die Jugendlichen entscheiden selbst, welche Musik sie spielen, welche Veranstaltungen sie organisieren und welche Ziele sie damit verfolgen, ob sie an einem kunstpädagogischen Workshop teilnehmen oder welche Themen sie in einem Theaterprojekt erarbeiten. Jugend- und Soziokulturarbeit bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe insbesondere mit Bezug auf jugendliche Lebenswelten und die jeweils aktuellen jugendkulturellen Szenen. Gemeinsam mit der A6 – Fachabteilung Gesellschaft werden im Rahmen des Schwerpunkts Jugend- und Soziokulturarbeit Fördermittel zur Umsetzung von Projekten in der Steiermark bereitgestellt und begleitet werden.

Zielgruppensteuerung in der Offenen Jugendarbeit
Die Detailauswertung der Daten aus der Dokumentationsdatenbank eröffnet die Möglichkeit, ein umfassendes und detailgenaues Abbild des Arbeitsfelds Offene Jugendarbeit zu erstellen. Auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen sowie auf den Ergebnissen der bisherigen Qualitätsdialoge aufbauend zeigt sich deutlich die Notwendigkeit, sich in Zukunft vermehrt dem Thema Zielgruppensteuerung zu widmen, um so zu einem Zielgruppenbewusstsein zu gelangen, das eine unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung der Gleichstellungscharta des Landes Steiermark im Bereich der Offenen Jugendarbeit darstellt. Denn erst wenn man weiß, mit welchen Angebotsformen welche Gruppen von Jugendlichen eher oder eher nicht erreicht werden, ist es möglich, die Angebotslandschaft so zu gestalten, dass grundsätzlich alle Jugendlichen einen Zugang zu den Angeboten der Offenen Jugendarbeit finden können.

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